Pilgerfahrt am 25.und 26. April 2010 zum Grabtuch in Turin

Am Sonntag, 25. April machte sich von Konstanz aus eine Pilgergruppe von etwa 60 Teilnehmern, bestehend aus Gemeindemitgliedern, aber auch aus anderen Interessenten, auf eine Fahrt nach Turin.

Nach dem Sonntagsgottesdienst in unserer Kirche startete der Doppeldeckerbus etwa um 12 Uhr zunächst Richtung St. Margrethen, um über die San-Bernardino-Route in den Süden zu kommen. Die sehr warmherzige Stimmung im Bus, die sich gleich am Anfang einstellte, begleitete die Reise bis zum Schluss und hinterließ einen bleibenden Eindruck.

Mit Gesängen des Chores aus der Osternacht und ausführlichen Informationen von Vater Konstantin über die Geschichte des Turiner Grabtuches und seine Untersuchungen ging es entlang des Rheines durch die Schlucht der Via Mala zum San-Bernardino-Tunnel und damit ins italienische Sprachgebiet.

Am frühen Abend erreichten wir Turin. Der Busfahrer hatte in den engen Sträßchen in der Nähe des Hotels noch ein Bravourleistung zu liefern, bis der Bus schließlich doch noch vor dem Hotel einfahren konnte.

Mit einer gemeinsamen Abendandacht in einem Gemeinschafts-raum mit Vater Konstantin und Gesängen des Chors aus der Osternacht ging der gemeinsam verbrachte Teil des langen ersten Tags zu Ende.

Am nächsten Morgen ging es ins Zentrum von Turin zum Dom San Giovanni Battista, wo das Grabtuch zu sehen war. Es war erstaunlich, wie perfekt die zuständige italienische Behörde die An- und Abfahrt der rund 800 Busse pro Tage im Griff hatte. Bei schönstem Frühlingswetter gingen wir, angeführt von Vater Konstantin und einer Auferstehungsikone aus unserer Kirche (auf der auch das Grabtuch abgebildet ist) mit Gebeten und Gesängen des Chores den langen, gewundenen Weg durch einen Park in die Kirche.

Und dann endlich war unsere Gruppe in der dunklen Kirche vor dem beleuchteten Grabtuch. Jeder wird wohl mit verschiedenen Erwartungen und Empfindungen gekommen sein. Aber der Eindruck, den diese fünf Minuten vor dem Tuch erweckten, hat sicher jeden stark berührt.
Man hatte anschließend noch einmal die Gelegenheit, aus dem hinteren Teil der Kirche das Ganze auf sich wirken zu lassen.
Ein schönes Gruppenfoto vor der Kirche brachte uns wieder in die Welt zurück.
Nach einer Verschnaufpause im Park ging es auf die Heimreise, begleitet von einem fleißig singenden Chor.
Und unerwartet gab es jetzt eine Überraschung: Einige Kilometer vor der Burg Mesocco streikte der Bus. Der Pannendienst musste gerufen werden, aber dieser unerwartete Aufenthalt erwies sich als ein richtiger Glücksfall. Was für einen schönen Flecken in diesem Gebirgstal mit Wiesen, Gebirgsbach und einer Felswand im frühen Abendlicht hatte uns da der HERR beschert!
Nachdem schließlich noch eine etwas zu mutige junge Dame aus „Gebirgsnot“ gerettet worden war, konnte es in dem inzwischen wieder fahrbereiten Bus via San-Bernardino-Tunnel und Rheintal in unsere Bodenseeregion gehen.
Mit dem Wunsche, so etwas Schönes sollte wieder einmal stattfinden, gingen wohl die meisten an diesem Abend nach Hause.
Alfred Löscher