Januar-September 1999

Die Konstanzer Gemeinde Hl. Prokopius von Lübeck und Ustjug hatte im Jahr 1999 mehrere Anlässe, verstorbener oder in Kriegen gefallener Soldaten und Zivilpersonen zu gedenken.

Am 6.Februar feierte Igumen Kosma (Büchl) auf dem Konstanzer Hauptfriedhof eine Panichida vor Gräbern ehemaliger Zwangsarbeiter aus dem zweiten Weltkrieg.
In den 13 Gräbern liegen elf Männer und zwei Frauen aus Polen, Estland, Rumänien, Jugoslawien, Frankreich, Italien und Griechenland. Auf Anregung des Konstanzer Stadtrates Ulf Göpfrich (FWG), legte die Stadtverwaltung die Gräber, welche bis 1993 auf dem ganzen Friedhof verstreut waren, zu einem Ehrengräberfeld zusammen. Das Totengedenken im orthodoxen Ritus bildete den Abschluß der Umbettung.


Bild: (von links): Igumen Kosma, Altardiener, Chorleiter der Gemeinde Basilius Kratzer


Schon am Sonntag, den 26.September 1999, weilte Ieromonach Kosma auf Einladung von Oberbürgermeister Gerd Gerber in der Stadt Weingarten, um beim Gedenkstein auf dem Soldatenfriedhof im "Russenwäldle" eine Panichida zu feiern.


Bild: der Gedenkstein mit dem orthodoxen Kreuz


Es unterstützte ihn dabei Hypodiakon Rudi Schlappa von der bulgarisch-orthodoxen Kirche. Mönchspriester Nikolaus (Dorner OSB) vom Benediktinerkloster Hl.Martin von Tours und Erzdiakon Georg Kobro von der russisch-orth. Kirche i.A., München, waren ebenfalls vor dem Gedenkstein versammelt.


Bild: (von rechts): Erzdiakon Georg Kobro, Möchspriester Nikolaus Dorner OSB, Hypodiakon Rudi Schlappa, Ieromonach Kosma, sowie Sänger des Sergius Chor


Die liturgischen Gesänge sang der den orthodoxen Kirchengesang pflegende "Sergius-Chor" aus Weingarten, unter der Leitung ihres Dirigenten Prof. Heribert Tilmann.
Rechts neben dem Gedenkstein war ein Ehrenzug französischer Soldaten der deutsch-französischen Brigade aus Donaueschingen angetreten.

Divisionär Karl Redl aus Österreich und Oberbürgermeister Gerd Gerber sprachen Worte des Gedenkens. Unter den Gästen waren die Kommandeure der deutsch-französischen Brigade aus Donaueschingen, und der Abt des Klosters, Archimandrit Lukas (Dr. Weichenreider), sowie eine Delegation der Weingartener Partnerstadt Minsk, Weißrußland, und zahlreiche Weingartener Bürger wohnten der Feier trotz strömenden Regens bei.


Bild:(von links) Abt Dr. Lukas Weichenrieder OSB, ein Oberst und Militärhistoriker der öster. Armee, Divisionär Karl Redl aus Bregenz, (verdeckt) französische Offiziere der deutsch-französichen Brigade Donaueschingen, Oberbürgermeister Gerber der Stadt Weingarten.


Ein Empfang im Rathaus schloß sich der Panichida an.

Bereits um 9 Uhr zelebrierte Vr. Kosma in der neuen orthodoxen Kapelle Verklärung Christi des Benediktiner-klosters mit seiner Gemeinde die Göttliche Liturgie zum 17. Sonntag nach Pfingsten.